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Bericht über das Lehrgartenfest am 06.09.2009

 

Impressionen vom Lehrgartenfest am 06.09.2009

Unser Lehrgartenfest war der Renner:

Schönstes Spätsommerwetter, viele hungrige, durstige und wissbegierige Besucher kamen an diesem herrlichen Sonntag im vereinseigenen Lehrgarten im Rosecker Tal vorbei. Darunter Radler, Wanderer und auch Schüler, die den Lehrgarten bereits von den Grünen Schulstunden kannten. Da es unser 3. Lehrgartenfest war, wissen viele Besucher schon die Qualität der guten heimischen Tröpfchen, unser Essensangebot und die köstlichen Kuchen zu schätzen. Die ausgelegten Publikationen und Broschüren wurden gerne mitgenommen. Die Fachbüchern fanden viel Aufmerksamkeit.

Bei den Führungen durch den Lehrgarten gab es interessante Gespräche mit Obstliebhabern, Diskussionen mit erfahrenen Obstanbauern.

Der Tisch des Imkers war stets umlagert. Er hatte ein lebendes Bienenvolk im Schaukasten dabei, verteilte großzügig bienensüße Honigwaben. Die vielen Fragen der großen und kleinen Besucher beantwortete er sehr sachkundig.

Bei unserem Bienenquiz für die Kinder ermittelten wir drei Sieger, die je ein großes Glas reinsten, heimischen Honigs bekamen.

Diesen wunderschönen Tag ließen die Mithelfer bei einem kleinen Umtrunk, zufrieden ausklingen. Wir waren froh, dass alles so gut, inklusive dem Traumwetter, geklappt hat. 

 

 

 

Schulstunden im Lehrgarten 2009

 

Drei Termine mit der 4. Grundschulklasse Unterjesingen fanden ab Blütenbeginn im Lehrgarten des Obst- und Weinbauvereins statt. Der Arbeitstitel lautete: Von der Knospe über die Blüte zur Frucht: Beobachtungen und Dokumentation an Obstbäumen und Beerensträuchern. Wir vom OWV legen Wert darauf, Kinder über ökologische Zusammenhänge zu informieren und ihnen zu zeigen, dass man auch im heimischen Garten Obst anbauen kann, ohne die chemische Keule schwingen zu müssen. Wir sprachen während der „Grünen-Schulstunden“ über den Schnitt der Obstbäume und Beerensträucher, die verschiedenen Beeren- und Obstsorten, über die Bodenbearbeitung und Bodenproben. Wir schauten auch über den Gartenzaun, machten uns Gedanken über die Umgebung und den Zustand der alten Streuobstbäume. Der letzte Termin war das große Beeren-Erntefest. Die Kinder bereiteten anschließend in der Schulküche zusammen mit ihrer Lehrerin, Frau Ruth Müller, eine köstliche Marmelade. Im Folgenden zeigen die Kinder, was sie im Lehrgarten gemacht haben.

 

 

 

Obstbaumschnitt … immer ein Thema, das zum Diskutieren anregt
Schnittkurs am 16.01.2009

 

Über 30 Personen trafen sich am 16.01.2009, bei Sonnenschein und milden 2 Grad Plus im Lehrgarten „Rosecker Tal“ des OWV Unterjesingen, den wir schon seit Bestehen naturnah und ökologisch bewirtschaften. Die rege Teilnahme zeigte, dass es den Obstfreunden bereits in den Fingern bzw. Scheren juckt.

 

Der Obstbauberater des LRA Tübingen, Joachim Löckelt, begann mit einer Einführung in den Obstbaumschnitt. Was bewirkt der Schnitt und was sollte beachtet werden? Der Winterschnitt und das Schneiden als solches regen das Wachstum an, das bedeutet auch, je später wir im Winter schneiden, desto mehr bremst der Schnitteingriff die Triebkraft des Baumes. Nichtschneiden fördert die Blütenknospenbildung. Also nur schneiden, wo es genügend Fruchtansatz gibt; der Schnitt soll dem Fruchtansatz angepasst sein. Was will man erreichen? Gesunder Baum, reiche Ernte.

Die nächste Schnittmaßnahme galt Buschbäumen, hier wird die Erziehungsform Rundkrone angewandt: 3 Leitäste und 1 Stammverlängerung bilden das Baumgerüst. Die Äste sollten unter 45 Grad vom Stamm abgehen. Durch den Rückschnitt im letzten Jahr sind Konkurrenztriebe entstanden, die Leitast- und Stammverlängerungen wurden freigestellt und nochmals angeschnitten. Die Stammverlängerung steht ca. eine Scherenlänge über den Leitästen.

Beim Schneiden der Roten Johannisbeersträucher gibt es zwei Meinungen. Die einen schneiden Triebe nicht an, die anderen schwören darauf, anzuschneiden. Letzteres soll mehr Fruchtansatz und größere Früchte bewirken. Darüber wurden Erfahrungswerte ausgetauscht. Da in einem Lehrgarten auch experimentiert werden soll, wurden beide Schnittarten angewandt. Wir werden das Wachstum und den Ertrag dieser Sträucher dokumentieren.

Joachim Löckelt nahm sich schwachwüchsige Spindelbäume vor, er erklärte, dass hier das Fruchtholz direkt an der Stammmitte erzogen wird, echte Gerüstäste (Leitäste) also fehlen, die Unterlage M9 zeitlebens einen Pfahl braucht, dass Spindeln schneller in Ertrag stehen und eine kürzere Lebensdauer (20 Jahre) haben. Er gab mit auf den Weg, dass 1 jährige Triebe nicht angeschnitten werden (s.o.), dass 2- oder mehrjährige Äste auf Übergangsstelle oder auf Blütenknospen oder Fruchtspieße geschnitten werden.

 
Hier können Sie die Gesamtübersicht und auch die einzelnen Pflanzfelder als Word-Dokument aufrufen:

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